Samstag, 13. August

Phonocake @ Spass im Gras-Festival

inbetween, WB_70, Peter Venus, Aries Fiktion ::::: Livesets

Seit nunmehr 9 Sessions a la 'Spass im Gras' hat sich im beschaulichen Zwischenraum zwischen Pirna und Dresden eine temporäre Welt entwickelt, die über die Jahre immer weiter ausgebaut und entwickelt wurde und wird. Hinter einer Unmenge an Arbeit, die locker eine Woche vorher beginnt und dann noch 2 Tage zum Abbau beinhaltet, verbirgt sich ein kleiner und schöner alternativer Zeltort, der tagsüber durch Matsch und graue Regenwolken eher trist, aber des nächtens umso schöner wirkt. Was da an Installationen, gemütlichen Sitzbereichen und funktionierender Technik aufgeboten wurde, ist sehr beeindruckend gewesen. Bunt, voller Gimmicks, Spielereien, Blickfängern und einer durch und durch wohlen Atmosphäre, die nicht zuletzt durch die sehr freundlichen und offenen Organisatoren aktiviert wurde, konnte man sich einer schönen Zeit beim Festival hingeben. Das Wort Minimal-Fusion ist von Fusion-Eingeweihten in die Runde geworfen wurden.

"Wir wollen nicht bei banq.de erscheinen!" Ok, watt soll das? Im letzten Jahr sollen wohl so um die 500 Leute dagewesen sein. Etwas Overkill in manchen Augen, in anderen Augen wars genau richtig. Dieses Jahr war es sehr gemäßigt besucht, wobei es viele Besucher auch schnell wieder in wärmere Gefilde gezogen hat. 20 Tänzer zum Freitag-Abend, nunja, Masse spielt nicht so die Rolle.

Klar, das Wetter, trallala. Und viele Gäste haben auch stellenweise gefroren, aber durch viele gemütliche Feuerstellen, leckere Getränke wie Rosenbowle und Tanz- und Bewegungsmöglichkeiten konnte man sich der Kälte ganz gut erwähren. Und einen ganz wunderbaren Sternenhimmel erleben. Während tagsüber noch die Wolken die Sicht behinderten, gabs dann Abends in der Kälte die kosmischen Sternstunden in vollster Pracht zu erleben. Nicht das die furiose Ansicht ins Tal, mit entfernt sichtbaren Städten oder das farbenfroh beleuchtete Zeltdorf nicht schon ausgereicht hätten, so gab es auch noch Sternschnuppen en mass zu sehen, zumindest wenn man keine gesucht hat. Man merkt es schon: Naturromantik at its best, allerdings eingewoben in ein Netzwerk an (Hi-)Tech. Neben zwanzig miteinander verbundenen und für alle nutzbaren ISDN-telefonen an den meisten Zeltbereichen und sogar im Wald gab es Kameras, PA's, Computer und natürlich viele Mechanik-objekte oder Klanginstallationen.

Eine Traumwelt! Und audioLAB Musiker waren eingeladen, Musike dort zu machen. Wir hatten vier speziell und lange Zeit vorbereitete Livesets präsentiert, die allerdings durch die geringe Besucherzahl und garantiert auch unzählige Musikgeschmäcker etwas untergingen. Ein paar geneigte Tänzer wären doch wünschenswert gewesen. Die kamen dann erst später, als Mr. Goa an die Decks ging. Passte natürlich auch in das Zeltdorf, klang auch ganz gut, aber, naja, Goa eben. Zuvor hatte Aries Fiktion mit einem Acid-Dance-Set voll sattem Klang und groovenden Beats die Leute gut unterhalten. Davor probierte sich Peter Venus an einer Art Rave-Trance- Set (Kommentar im Publikum: der sieht doch eher so ruhig aus), davor lieferte WB_70 die beste Bühnenshow des Abends, kombinert mit treibenden schnellen Beats, was die Leute auf dem Volleyballplatz zu Höchstleistungen antrieb. Und davor hatte parmon unter neuem Pseudonym 'inbetween' sein Minimal-Techhouseset präsentiert, was ein relativ gutes Feedback erhalten hat. Insgesamt hat sich für uns rausgestellt, das die audioLAB Musiker auch die Floors rocken können. Yeah!

txt: pm | Fotos: Echofreak, wbs 70, videostills









































Website Spass im Gras Festival

LIVESET inbetween : 125 bpm, ogg, 21 min, 19MB


zurück zum audioLAB START