SO 22.05.2005
audioLAB @ Photoindex
Location: Mimenbühne im Wechselbad.
Maternistraße 17, 01067 Dresden
PRESSETEXT Photoindex Ausstellung ::::
Wechselwirkung der Sinne - Photographie vs. Pantomime vs. Klangkunst
Berit Seidel, Beate Münschke, Karoline Schneider
audioLAB: Aries Fiktion, Trans Alp, parmon
+ Mimetime Pantomime www.mimenstudio.de
Tag für Tag vermischt sich um uns ein Meer aus Bildern, Tönen und Bewegungen, die auf unsere Sinne wirken. Photographie, Pantomime und Klangkunst versuchen gezielt einen Sinn anzusprechen.
Pantomime grenzt das gesprochene Wort aus und spielt mit Bewegung als Form der Sprache.
Klangkunst verwendet akustische Reize um Gefühle zu vermitteln. Photographie ist der aufs Papier gebannte Moment, die weder Worte noch Töne bedarf und doch spricht.
Was passiert, wenn sich die drei Künste an einem Abend gegenüberstehen?
Eine Gelegenheit das herauszufinden, bietet sich am 22.05.05 in die Mimenbühne im Wechselbad. Beginn 18.30 Uhr.
Review weiter unten ;-)
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DESCRIPTION: Aries Fiktion @ Work
Review
txt:parmon
Wir haben das Haus gerockt, stundenlang, 20-24 Uhr in der mimenbühne. Es war gut.
16 Uhr waren schon in der mimenbühne. Der Nachmittag war gekennzeichnet von ausgeprägtem Nerd-Talk, der dann Lust aufs Anwenden machte. Ein bisschen Transport, Aufbau und Soundcheck, bis es dann irgendwie losging.
Es war keine Installation wie angekündigt, sondern ein improvisiertes Konzert. Wahrscheinlich war das fast niemandem ausser uns klar, wir wurden konsequent nicht vorgestellt, nicht erwähnt und auch auf dem Flyer sah es sowieso alles wie musikalische Beigabe aus. Es gab auch keinen Applaus, egal, aber ab und zu interessierte Blicke und Fragen. Aber ich denke, wir waren dort schon die Aliens.
Zum Einlass und während dem Pantomime-Stück wurde uns der Sound verboten. Es waren viele Leute da, aber vor allem zum Stück der Mimenbühne. Der Eintritt kostete 5 Euro. Die haben bis kurz vor Schluss Eintritt genommen. Danach gabs die Vernissage, so als Beigabe zum BühnenStück, wobei wir dann die musikalische Beigabe zur Vernissage waren. Man muss das so sehen: Wir waren in der mimenbühne mehr geduldet als erwünscht.
Aber wir haben eine tolle Session hingelegt. 4 Computer an einem Mischpult, dass in der Mitte stand. Ähnlich dem Kraftwerkstil standen wir vor 4 hohen runden kleinen Bartischen, die als Traube angeordnet waren, inmitten der Photogalerie. Im Kreis standen wir (Action_Aries, Pete, trans_alp und parmon) drumherum, so dass jeder Zugang zum Mischpult hatte, was sehr praktisch war.
Musikalisch gings gewohnt ruhig los, anfangs düster, später nett & warm und steigerte sich über gelungene dicke Lounge-Beats bis hin zu einer Techno-Break-Runde auf 140 bpm, die dann leider dem anderen Dancefloor etwas die Show stahl. Aber wir waren zu gut drauf um aufhören zu können. Alles war wie immer improvisiert und nicht abgesprochen. Auch ohne Midi-Interfaces lief die Synchronisation ganz gut.
Ein Tiefpunkt des Abends war die Getränkeversorgung: zu einem späteren Zeitpunkt mussten wir dann an der Bar den vollen Preis für die Getränke bezahlen. 8 Freibier für 3 Leute und einen freien Sekt gabs zuvor. Die später mit 2 Euro bezahlten 4 Biersen haben denen dann das ausgegebene wieder einngespielt. Sogar die ausstellenden Fotokünstlerinnen mussten an der Bar bezahlen. Wirklich in dieser Hinsicht ein schlimmer Schuppen. Aber, es kann natürlich sein, dass die Existenzkeule über dem Laden schwebt. Das Haus wird privat vermietet, die Räume werden nicht preisgünstig sein. BTW: es sollen noch weitere schöne große Räume im Haus frei sein.
Ansonsten ganz ok: gute Atmo, Hilfe wurde vom Haus bereitgestellt, etwas Technik, Gaffa-band und auch mal ein Tomatensüppchen.
Zum Schluss kann man noch sagen, dass kaum jemand aus unseren Bekanntenkreisen aufgetaucht war. Schade. Nur iUx und Kai-Uwe waren mit von der Partie. Es war trotzdem immer gut gefüllt und zu keinem Zeitpunkt leer, außer auf dem zweiten Dancefloor, der wahrscheinlich etwas zu spät ansetzte.
Nunja, abschliessend kann man sagen: Es hat sich für uns gelohnt, auch wenn wir drauf zahlen mussten. Der Chef der mimenbühne, Ralf Herzog, hatte sich zum Abschluss noch bedankt und per Handschlag verabschiedet. Eine nette Geste, im Rausch. Aber trotzdem: Vernissage ja, aber bitte nicht mehr in diesem Schuppen, vielleicht mal eher in der Motorenhalle oder eben unter anderen Konditionen.
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